Interviewbox „studio b.“

  Aufgabenstellung

16 Tage und Nächte dauerte die Kunstaktion „HOTEL BERLINische Galerie“ – Auftakt für den Umbau eines ehemaligen Glaslagers zum Museum für Moderne Kunst. Das „Hotel“ ermöglichte den „Check-in“ in unterschiedlichste künstlerische Formate, darunter meine Interviewbox „studio b. – Eine Bestandsaufnahme zum Leben in Berlin“. Noch bevor Klaus Wowereit das Berlin-Bild von „arm, aber sexy“ prägte, wollte sie der Frage auf den Grund gehen, was das spezifische Berliner Lebensgefühl ausmacht.

Interviewbox innen mit Besucher

Außenansicht mit Monitor

Trailer "studio b." (Musik: Kaiserbase)

  Umsetzung

In einem ehemaligen Kopierraum im zweiten Stock des Gebäudes richteten wir ein Studio ein, in dem Besucher auf einer eigens gebauten Rampe vor einer green screen Platz nehmen und – geleitet von fünf Grundfragen – über ihr Berlin phantasieren, reflektieren und imaginieren konnten. Die Perspektive der Stadt war dabei via green screen imaginär (und nach dem Schnitt bildlich) mit im Raum. Das Ergebnis sind Video-Interviews mit 126 Personen, die bei aller Vielstimmigkeit dennoch eine große Schnittmenge aufweisen. „Berlin ist wie ein Swimmingpool“, sagte eine der Befragten, „alle sind da so drin, und man spürt bei ganz vielen Leuten diese Energie, dass man zur Frage gebeten wird“. So ergibt sich ein Bild von Berlin als einer „Stadt, die Fragen hat, die anderswo nicht gestellt werden – (...) an sich und unsere Zeit“. Mancher Besucher blieb bis zu 1,5 h im Studio ...

Raumgestaltung: Michael von Matuschka, Florian Köhl
Bild- und Lichteinrichtung: Heiko Rahnenführer

  Auftraggeber

Berlinische Galerie, Berlin 2002
© Cornelia Vossen

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