Gründung "Exilmuseum Berlin"

  Aufgabenstellung

Bereits 2011 forderte die Literaturnobelpreisträgern Herta Müller in einem Brief an Bundeskanzlerin Merkel die Errichtung eines Exilmuseums. Nun hat sich unter ihrer und der Schirmherrschaft von Joachim Gauck die Stiftung Exilmuseum Berlin gebildet, die das Museum aus bürgerschaftlich-mäzenatischem Engagement heraus ins Leben rufen wird. Geplanter Standort für das Exilmuseum nach einem Entwurf von Dorte Mandrup ist die Fläche hinter der Portalruine des Anhalter Bahnhofs. Von diesem Zentralbahnhof Berlins, dessen Portalrest symbolisch den Zustand des Transits und des Aufbruchs spiegelt, fuhren unzählige Menschen ins Exil. Ich begleite Aufbau, Konzeption und Realisation des Museums als Kuratorin.

Zum Ursprung und der Idee des Projekts

Erstes Zeitzeugen-Interview: G. S. Troller

  Umsetzung

In einer Zeit, in der die großen Flucht- und Migrationsbewegungen eine neue Sensibilität für Vertreibung, Emigration, Exil und Völkermord geweckt haben, möchte das Museum mithilfe einer szenografisch orientierten, medialen Themenausstellung "den Inhalt des Wortes Exil begreifbar machen" (Herta Müller). Dafür stellt es das Exil nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 exemplarisch in den Mittelpunkt. Die Erinnerung an dieses in deutschen Museen wenig beleuchtete Kapitel unserer eigenen Geschichte soll zugleich den Blick für die Exilschicksale heutiger Zeit öffnen. Was hat sich im 20.Jahrhundert verändert, dass von einem "Jahrhundert des Exils" gesprochen werden kann? Warum ist gerade das Exil der NS-Zeit in diesem Zusammenhang von Bedeutung? Und was können wir aus der Geschichte für das Heute lernen?

Mehr zu den Hintergründen und der Vision erfahren Sie fortlaufend unter
www.stiftung-exilmuseum.berlin.

Hier geht es zu der von mir konzipierten Projektbroschüre
pdf-Datei

Noch bis 31.Oktober 2021 findet die Ausstellung „ZU/FLUCHT“ am Anhalter Bahnhof statt, in dem das Exilmuseum sich und seine thematischen Schwerpunkte erstmals vorstellt.

  Auftraggeber

Stiftung Exilmuseum, Berlin 2018 ff.
© Bilder/ Filme: Stiftung Exilmuseum Berlin

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